Dokumente zum Konkordatsfall 1989/90

Durch die Heirat im Juli 1989 entstand zwischen Prof. Schweizer und der kath. Kirche die übliche Konfliktlage: Die Kirche kann sich - offiziell zumindest - seit 1 1/2 Jahrtausenden nicht vorstellen, daß ein Priester nun im Ehestand sein Amt weiterführt. Daß inoffiziell dieses Verbot immer schon umgangen wurde - bis hinauf auf Bischofs-, Kardinals- und Papstebene -, auch in jüngster Zeit, ist wohlbekannt.

Es entstanden im Kontext der damaligen Auseinandersetzungen drei Papiere, die hier unverändert zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist nur das Medium neu. Offiziell und frei für die Öffentlichkeit zugänglich waren die Papiere immer schon - wie nachfolgend erläutert wird.

  1. Erklärung zum 21. Juli 1989. Der Text wurde am 24.Juli 1989 im Schwäbischen Tagblatt veröffentlicht, Anfang August 1989 in Publik-Forum. Druckauflage insgesamt also etwa 75.000.
  2. Chronik eines absurden Konflikts. Nach etwa 1 1/2 Jahren (Dez. 1990) Resümee, Erfahrungsbericht, Schlußstrich unter die öffentliche Auseinandersetzung. Der Text wurde kurz nach der Auswertung durch Journalisten von der Universitätsbibliothek angefordert und dort aufgenommen.
  3. Was leistet das Wort Wahrheit?. Der Text war vorgesehen für eine Festgabe der kath.-theol. Fakultät für den neu installierten Bischof Dr. Kasper. Abgabeschluß war Juni 1989. Im Herbst 1989 lehnte die Fakultät den Beitrag als inzwischen inopportun ab. Der Aufsatz ist seit 1990 in der Universitätsbibliothek öffentlich zugänglich.
  4. Sprache von Dogmatik und Katechismus. Essays, einige davon im SWR gesendet.